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Notiz zur Sicherheit in Kenia

 

Bedauerlicherweise ist das Bild Kenias, welches wir in Deutschland durch die Medien vermittelt bekommen, im Verlauf der letzten Jahre stark getrübt worden. Nachrichten von Terroranschlägen und Kriminalität dominieren die Berichterstattung über Kenia und erwecken schnell Gefühle der Angst und Sorge. Von dem normalen Alltag, den wir als Studierende in Kenia überwiegend erlebt haben, wird wenig in den Medien berichtet. Das ist schade und das wollen wir ändern. Trotz der positiven Erfahrungen, die wir Ustadis in Kenia gemacht haben, wollen wir auf einige Dinge hinweisen, die zu einem sicheren Aufenthalt beitragen.

Vor allem während Wahlen (zuletzt Oktober 2017) ist mit gewaltsamen Protesten und Auseinandersetzungen mit Einsatz von Tränengas zu rechnen. Große Menschenansammlungen sollten gemieden werden und wir raten in großen Städten besonders umsichtig zu sein. In Kenia besteht die Gefahr terroristischer Anschläge durch die somalische Al-Shabaab-Terrororganisation. Ziele von Anschlägen waren zum Beispiel Regierungsgebäude, Einkaufszentren, die Universität in Garissa sowie öffentliche Verkehrsmittel. Diese Ereignisse sind schrecklich und traumatisierend für einen großen Teil der kenianischen Bevölkerung und sollten in keiner Weise verharmlost oder ignoriert werden. Wir möchten jedoch klarstellen, dass dies nur sehr vereinzelte Geschehnisse waren und mit dem Alltag eines normalen Arbeitenden oder Studierenden in Kenia nichts zu tun haben. Die Anschläge konzentrieren sich auf die Grenzregion zu Somalia, weswegen das Auswärtige Amt von Reisen zum Grenzgebiet und nach Lamu abrät.

Wir schätzen die Situation an der JKUAT als sehr sicher ein. Für Ausflüge und Reisen empfehlen wir einen besonders umsichtigen Umgang mit Geld, Kreditkarten und Wertgegenständen. In Dunkelheit ist besondere Vorsicht geboten, bzw. sollte es ganz vermieden werden im Dunkeln alleine außerhalb des Campus zu sein. Wir können aus eigener Erfahrung bestätigen, dass man schon nach wenigen Wochen in Kenia ein gutes Gefühl für die Sicherheit in verschiedenen Situationen entwickelt. Als Student*in ist man dort täglich von Kommiliton*innen und Freund*innen umgeben, die sich um jeden Neuankömmling sehr freundlich kümmern und auf eventuell gefährliche Situationen hinweisen. Wenn man sich umsichtig verhält und potenzielle Gefahrensituationen kennt und vermeidet, ist das Risiko eines Überfalls oder ähnlichem sehr gering. 

Falls ihr weitere Fragen zu diesem Thema habt, wendet Euch gern persönlich an uns: larissa.boie@ustadi.com. Wir können auch gerne den Kontakt zu Studierenden herstellen, die im Moment an der JKUAT sind und von der aktuellen Situation berichten können.